Kunst im Gründerzentrum

Die 12. Kunstausstellung im Gründerzentrum, die am Dienstag eröffnet wurde, hat es in sich. In besonderen Exponaten spiegelt sich das künstlerische Schaffen von Linda Schwarz und . Bis zum 29. Juli zeigen die beiden Damen, eine aus Straßkirchen, die andere aus Altenthann, ihre Kunst, ausgehend von der Buchdrucktradition Gutenbergs bis hin zu Objekten und Skulpturen aus hochgebranntem Ton.

 

Viele Kunstfreunde hatten sich am Dienstagabend auf den Weg ins Gründerzentrum gemacht, wo sie eine von Projektleiterin Petra Raschke hervorragend organisierte Ausstellung mit zahlreichen Exponaten erwartete. Den wunderschönen Vorsommer-Abend komplettierten mit ihrem musikalischen Groove Gregory M. Charamsa und Michi Aumer.

 

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"Augenblicke III" von Siglinde Komander

 

In einem Wechselgespräch stellten Dr. Ludwig Zerle, Unternehmer im Gründerzentrum und Max Messemer, Bildhauer an der FOS Straubing, die beiden Künstlerinnen vor. Beginnend mit Siglinde Komander, berichtete Dr. Ludwig Zerle auch einiges aus dem privaten Umfeld der Künstlerin. Die Vita von Siglinde Komander weist aus, dass sie in Straubing geboren wurde, einen Abschluss als Keramikerin und Sozialpädagogin aufweist und nunmehr als freischaffende Künstlerin tätig ist. Ihr Arbeitsgebiet umfasst Objekte, Skulpturen, Mixed Media und Druckgrafik, von denen man nun in der Ausstellung vieles betrachten kann. Ihre Objekte brennt Siglinde Komander aus hochgebranntem Ton, um sie anschließend mithilfe verschiedener Techniken wie Fotografie, Computer- und Druckgrafik, aber auch Acrylmalerei zu bearbeiten. In ihren aktuell zu bestaunenden Arbeiten setzt sie sich mit Großstädten, medizinischen und naturwissenschaftlichen Themen auseinander, wo sich eigene Erlebnisse, Erkenntnisse und Phantasien sowie Skurriles und Widersprüchliches vermischen.

 

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"Headlines" von Linda Schwarz (Preis: "Zahl was DU willst! Und sofort mitnehmen!) > und plötzlich wurde es wunderbar interaktiv ...

 

Max Messemer oblag es, den Gästen der Ausstellungseröffnung, Wissenswertes über Linda Schwarz näher zu bringen. Und so erfuhr man, dass die begeisterte Leserin der Tagespresse (spiegelt sich in ihren Arbeiten wieder) auch eine hervorragende Marmeladenköchin ist. Linda Schwarz kommt aus Stuttgart, lebt aber mittlerweile bei Straßkirchen. Seit 1994 ist sie Dozentin für experimentelle Druckgrafik. Als Grenzgängerin zwischen Europa und Amerika zeigt sie sich Texttraditionen Friedrich Hölderlins oder dem musikalischen Erbe J. S. Bachs ebenso verbunden, wie sie Produkte unserer Industriegesellschaft und tagesaktuelle Schlagzeilen in ihre Arbeit einfließen lässt. Dabei schlägt die ausgeprägte Experimentierfreude der Linda Schwarz auch in handwerklich-technischer Hinsicht einen weiten Bogen. Ihre Medien sind Unikatdrucke, nachtleuchtende Malmittel und neueste fotografische Techniken, die in ihren Drucktechniken, allesamt ohne Säuren und Lösungsmittel, Verwendung finden. 2005 erhielt Linda Schwarz den Kulturförderpreis der Stadt Würzburg.

 

Bürgermeister Manfred Krä aus Aiterhofen war bisher bei allen 12 Kunstausstellungen dabei und freute sich, dass der Zuspruch immer größer wird. Kunst und künstlerisches Schaffen sei immer eine Kombination von Berufung und Talent aber besonders auch einer erlernten Technik, sagte Manfred Krä, der die Ausstellung mit einem Goethe-Zitat eröffnete: "Ein echtes Kunstwerk bleibt wie ein Naturwerk für unseren Verstand immer unendlich". Für die unermüdliche Petra Raschke hatte der Bürgermeister als Dankeschön eine Gedenkmünze der Gemeinde Aiterhofen im Gepäck.

 

Die Ausstellung im Gründerzentrum ist bis zum 29. Juli 2011, von montags – freitags von 9.00 bis 16.00 Uhr für das Publikum geöffnet. Weiter Informationen gibt es beim Gründerzentrum unter Telefon 09421 785-100. (Text von Wilfried Schaffrath, Straubinger Tagblatt)

 

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Freuten sich über die gelungene Eröffnung der 12. Kunstausstellung im Gründerzentrum Straubing-Sand (von links): Dr. Ludwig Zerle, Siglinde Komander, Max Messemer, Linda Schwarz, Petra Raschke und Bürgermeister Manfred Krä aus Aiterhofen

 

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Gregory M. Charamsa und Michl Aumer begeisterten die zahlreichen Gäste.